Erfahrungen
Berichte junger Leute über ihre Erfahrungen mit dem Leben in Gemeinschaft in verschiedenen Häusern der Gemeinschaft Chemin Neuf

 

Das Gemeinschaftsleben war für mich eine ganze neue Erfahrung. Am Anfang war es ungewohnt, aber ich bin doch schnell reingekommen und es hat mir sehr viel Freude gebracht, denn man lernt unglaublich viel, wenn man seinen ganzen Alltag mit verschiedensten Menschen verbringt. Man lernt, auf andere Menschen zuzugehen, Offenheit zu zeigen, und man lernt neue Kulturen kennen. Ich war während meiner Zeit in der Gemeinschaft bei einer Einkehrwoche, die sich Jericho nennt. Die eine Hälfte des Tages erlebten wir in Stille, im Gebet, und die andere Hälfte waren wir mit den Anderen zusammen und hatten spirituelle Begleitung. In dieser Woche habe ich erfahren, wie stark Gottes Liebe für jeden einzelnen von uns ist, gerade auch für mich. Und wie stark seine Versöhnung ist und wie wichtig diese für uns alle ist. Ich habe erfahren wie befreiend seine Versöhnung für unser Leben ist.

Markus A. (20), Hamburg

 

"Was ich aus diesem Jahr am meisten mitgenommen habe, ist, dass es mich auf allen Ebenen unglaublich weitergebracht hat: auf der zwischenmenschlichen Ebene, aber auch in dem, was ich über mich selbst gelernt habe. Wenn ich an meine Zukunft denke, habe ich den Wunsch, dass ich das, was ich in der Gemeinschaft gelernt habe – persönliches Gebet, wirklich Zeit für mich und für Gott zu nehmen – dass ich das jeden Tag, auch im Leben außerhalb der Gemeinschaft so mitnehmen kann und weiter machen kann."

Marie Luise P. (20), Cottbus

 

Ich habe immer gedacht: wenn ich alt bin, dann gehe ich in die Kirche. Denn bei uns war es so, dass in der Kirche eher ältere Leute waren. Ich war dann total berührt, als ich gesehen habe, dass Jugendliche mit so viel Freude einen Gottesdienst erleben.

Georg S. (23), Mühlhausen, Thüringen

 

"Wir hatten drei Wochenenden, die wir in einem kleinen Dorf nahe von Paris erlebt haben, und auch eine Einkehrwoche, die wir dort zusammen gemacht haben. Es hat uns stark verbunden, gemeinsam die Schritte hin zu Gott zu finden."

Rebekka W. (25), Bonn

 

Ganz wichtig ist für mich zu sehen, wie wir als Evangelische und Katholische zusammenleben können, wirklich so viel miteinander teilen können und durch die Freundschaft, die dadurch entsteht, auch alle Schwierigkeiten und alle Leiden überwinden können oder zusammen tragen können.

Sr. Andrea E. (26), Lyon/Dresden

 

"Ich glaube, dass die Jugend und die jungen Erwachsenen von heute sich bewusst sein müssen, was in der Vergangenheit passiert ist. Sie müssen die Geschichte kennen. Sie dürfen sich aber von der Geschichte nicht festnageln lassen, sondern sie müssen den Mut und die Kraft haben, weiterzugehen, einen neuen Weg zu bahnen, einen richtigen Weg, um nicht die gleichen Fehler wieder zu machen."

Teresa K. (26), Regensburg

 

Also, wenn ihr eine Möglichkeit habt, zum Beispiel bei Chemin Neuf oder bei einer anderen Gemeinschaft zusammen zu leben, dann fürchtet euch nicht, denn der Heilige Geist wird euch immer helfen.

Nikolaus Dong H. (29), Bochum/Seoul