Architektur und Bau

Eine Stadt im Kleinen

Ein Ort für Gemeinschaft, Austausch und echte Begegnung - das soll in Sankt Adalbert entstehen. Die Idee des mit der Realisierung beauftragten Architekturbüros Welp ist es, ein Haus zu schaffen, das wie eine Stadt im Kleinen funktioniert: mit „Wegen“ und „Plätzen“, großen und kleinen Räumen. Dabei wird der Charakter des Baudenkmals selbstverständlich erhalten bleiben.

Geplant ist eine möglichst schlichte Gestaltung mit praktischen Raumbeziehungen und –proportionen. Für die neuen Gebäudeteile wird vorwiegend Holz als ökologisches Baumaterial genutzt werden, kräftige Farben werden Akzente setzen.

Neben der Kirche und dem Gemeinderaum wird das Ökumenische Zentrum ausgebaut und das Wohnhaus in ein Studentenwohnheim umgewandelt. Die jetzigen Fassaden werden neu gestaltet, damit das Haus ein erkennbares und einladendes Gesicht zur Torstraße bekommt. Die vorhandene Kirche wird durch eine neue Raumgestaltung ein moderner und jugendlicher Raum.

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Studentenwohnheim

 

In den oberen Hausetagen entstehen 40 Studentenzimmer. Zwischen diesem Wohnbereich und dem ökumenischen Zentrum entwerfen die Architekten die „Lebensetage“ der Studierenden. Hier wird im zentralen Schnittpunkt der Wege gemeinsam gekocht, gegessen und gefeiert.

 

Ökumenisches Zentrum

 

Ort für Gebet, Begegnung, Bildung

 

Das Ökumenische Zentrum mit den Räumen im Erdgeschoss und mit Seminarräumen unterschiedlicher Größe im 1. und 2. Obergeschoss des Hauses heißt die Menschen der Stadt willkommen. Es lädt auch in den Innenhof ein, der durch dieneue Überdachung zur Mitte wird, zum Marktplatz der Begegnung.

 

Die Kirche von Clemens Holzmeister

 

Die Kirche wurde 1932/33 von dem bedeutenden Architekten Clemens Holzmeister erbaut. Sie zeichnet sich u.a. durch ihren Chorturm aus, der durch die Fenser im oberen Bereich eine interessante Lichtwirkung erzielt. Eine weitere Eigenart der Kirche ist, dass sie keinen Eingang von der Straße her besitzt. Zugang zur Kirche erfolgt durch das Wohnhaus an der Torstraße 168. Ein zweiter Zugang erfolgt durch das Wohnhaus Linienstraße 100. Hier tritt die Kirche mit ihrer markanten Fassade in Erscheinung, die ein herausragendes Beispiel moderner Kirchenarchitektur darstellt. Der Kirchenraum selbst wurde in den vergangenen Jahrzehnten stark überformt; in der Seitenwand gibt es große Beschädigungen. Er muss saniert werden.

Durch eine neue und verbesserte Beleuchtung kommt der avantgardistische, von Holzmeister geschaffene Raum neu zur Geltung. Starke Symbole aus den anderen christlichen Traditionen machen St. Adalbert zu einer Kirche für die Einheit. So wird beispielsweise das Wort Gottes einen besonderen Platz bekommen. Weitere neue Gestaltungselemente werden St. Adalbert zu einer Heimat für junge Leute machen.

 

Die Gebetshütte

 

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Die geplante „Gebetshütte“ soll ein ganz besonderer Ort im Ensemble werden. Durch ihren offenen, in gewisser Weise unfertigen Charakter steht die „Gebetshütte“ symbolisch für Kirche als Gemeinschaft auf dem Weg. Als Ort des Gebets eröffnet sie gleichzeitig einen weiten Blick über die Stadt.